»Verkehrssektor hat beim Klimaschutz bisher überhaupt nicht geliefert«

»Der Klimaforscher Michael Kopatz forderte jetzt, die Zahl der Autos in Deutschland zu halbieren und keine neuen Straßen mehr zu bauen. Zur Abwendung einer Klimakatastrophe seien entschiedene Schritte nötig, sagte der Projektleiter am Wuppertal-Institut für Klima, Umwelt und Energie im Deutschlandfunk. Bisher gebe es im Verkehrsbereich keinerlei Erfolg bei der Reduzierung der Emissionen. Er betonte, alleine mit Effizienz oder erneuerbaren Energien seien die Ziele nicht zu erreichen. Vielmehr seien einschneidende kulturelle Veränderungen notwendig. Der Zuwachs beim Gütertransport dürfe nur noch auf der Schiene stattfinden, unterstrich Kopatz.

Der Vorsitzende des Bundestags-Verkehrsausschusses, Cem Özdemir (Grüne), sagte dieser Zeitung: „Der Verkehrssektor hat beim Klimaschutz bisher überhaupt nicht geliefert. Wenn wir das Ruder rumreißen wollen, geht das nur mit einer echten Verkehrswende. Dazu gehören der Umstieg auf emissionsfreie Antriebe und die Förderung des Fahrrads genauso wie die Stärkung der Bahn als zentrales Verkehrsmittel für eine klimafreundliche und bezahlbare Mobilität.“ Er fuhr unter Anspielung auf Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) fort: „Die Zukunft der Mobilität ist vernetzt, emissionsfrei und zunehmend selbstfahrend, die Straßenbaupolitik à la CSU dagegen ganz schön retro.“«

(MZ, 09.08.18, Photo by Xan Griffin on Unsplash)

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