SPD: A 143 – Ablehnung realitätsfremd

27 04 2011

Im Rahmen eines Ostermarsches demonstrierten jüngst rund 120 Personen gegen den Weiterbau der A134 im Nordwesten von Halle. Mit Unverständnis haben nun die SPD- Landtagsabgeordneten Dr. Katja Pähle und Thomas Felke auf die damit verbundene Forderung nach einem Baustopp reagiert.

Bei der A 143 gehe es nicht um eine bloße Verlängerung sondern um einen Lückenschluss, der die sogenannte „Mitteldeutsche Schleife“ um Halle und Leipzig vollenden soll. Die A 143 habe dabei eine erhebliche Bedeutung für die Verkehrsströme nicht nur in der Region sondern auch für den Fernverkehr im Rahmen des deutschen Autobahnnetzes.

„Nach dem das Planfeststellungsverfahren Anfang 2007 durch eine Klage des Naturschutzbundes NABU ausgesetzt worden ist, versuchen die Planer alles, um die Unterlagen hinreichend rechtssicher zu machen. Ziel muss es sein“, so die beiden halleschen Abgeordneten, „zügig zu einem Abschluss zu kommen, um das letzte Teilstück vollenden zu können und die Verkehrs- und Umweltsituation in der Stadt Halle damit zu verbessern.“

Pähle und Felke ignorieren dabei aber nicht die in den Augen von Umweltschützern noch ungeklärten Fragen, schließlich würde der betreffende Autobahnabschnitt Naturschutzgebiete tangieren: „Im Planungsverfahren müssen natürlich die Umweltbelange detailliert berücksichtigt werden. Die SPD- Landtagsfraktion hat sich dazu von den Planern ausführlich über die aufwendigen Untersuchungen informieren lassen. Verschiedene Maßnahmen wie Grünbrücken, Wälle bis hin zur eingehausten Saalebrücke tragen dem Rechnung. Hinzu kommen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen von denen der Umweltschutz profitiert.“

Eine Neutrassierung näher an der Stadt, wie von den Umweltschützern dargestellt, um eine größere Entlastung zu erreichen, dürfte auf Grund der vorhandenen örtlichen Gegebenheiten in den Augen von Pähle und Felke kaum möglich sein, würde weitere Zeit kosten und würde vermutlich ebenso von den Gegnern abgelehnt werden.

„Bei allem berechtigten Einsatz für die Lebensräume von Tieren und Pflanzen, sollte der Blick auf die Spezies Mensch nicht verloren gehen. Die Belastungen vieler tausend Bewohner der Stadt, auch hinsichtlich des Autobahnumleitungsverkehrs, ließen sich mit der A 143 deutlich reduzieren“, so die beiden Landtagsabgeordneten abschließend.

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