Die A 143 bei Halle wird teurer

16 01 2010

Ortsumgehungen im Plan
Verkehrsminister Daehre sieht keine Abstriche bei den Straßenbauvorhaben – Die A 143 bei Halle wird teurer

MZ 16.1.2010

Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Karl-Heinz Daehre (CDU) hat Medienberichten widersprochen, wonach in den nächsten Jahren für den Bau von Ortsumgehungen im Land weniger Geld zur Verfügung steht. „Wir erhalten für die Jahre 2003 bis 2015 rund drei Milliarden Euro vom Bund, dabei bleibt es auch“, so Daehre zur MZ. Von diesem Betrag seien 1,7 Milliarden verbaut worden, die übrigen 1,3 Milliarden folgen in den nächsten Jahren. „Mit diesem Geld ist gesichert, dass wir alle Ortsumgehungen wie geplant bauen können.“

Vordringlichstes Vorhaben im Süden Sachsen-Anhalts sei der Bau der Ortsumgehung Bad Kösen / Naumburg. „Das hat für uns oberste Priorität, weil wir damit auch den Heilbad-Status von Bad Kösen sichern“, sagte Daehre. Weiter geplant seien die Ortsumfahrung Dessau im Zuge der Anbindung der B 6n an die A 9, die Nordumfahrung von Wittenberg sowie die Ortsumfahrungen Quedlinburg, Harsleben und Schneidlingen im Zuge der B 6n. Bereits im Bau befindet sich die Ortsumgehung Weißenfels. Zusätzlich ist laut Daehre der Bau der Ortsumgehungen Bernburg und Köthen im Zuge der B 6n-Verlängerung zur A 9 vorgesehen. Diese würden aber aus Konjunkturpaket-Mitteln und zusätzlichen Mauteinnahmen finanziert, so Daehre.

Die B 6n soll laut Verkehrsminister Ende 2011 an die A 14 angebunden werden, der Anschluss an die A 9 sei für 2013 realistisch. „Vorausgesetzt, es gibt keine Klagen“, sagte Daehre. Diese haben inzwischen den Bau der A 143 (Westumfahrung Halle) um drei Jahre verzögert. Daehre rechnet damit, dass im Frühjahr 2011 der Planfeststellungsbeschluss vorliegt und dann mit dem Bau begonnen werden kann. Man habe inzwischen alles, was möglich ist, für den Naturschutz unternommen. „Mehr ist nur möglich, wenn man die Strecke komplett untertunnelt“, so Daehre. Er appellierte an die Umweltschutzverbände, die die erste Trassenplanung gerichtlich zu Fall brachten, „jetzt auch mal an die Menschen und den Wissenschaftsstandort Halle zu denken“. Der Naturschutzbund hat eine erneute Klage gegen die Trassenführung angekündigt. Die A 143 soll 150 Millionen Euro kosten – 70 Millionen mehr als geplant

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